Schulze Wenning. Steuerberater.
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Kein Schadensersatz trotz wettbewerbswidrigen Abwerbens von Mitarbeitern

Das Abwerben fremder Mitarbeiter als Teil des freien Wettbewerbs ist grundsätzlich erlaubt. Kommen weitere unlautere Begleitumstände hinzu, indem unlautere Mittel eingesetzt oder unlautere Zwecke verfolgt werden, kann der ursprüngliche Arbeitgeber gegen den Abwerbenden dem Grunde nach einen Schadensersatzanspruch haben. Ein Gericht darf allerdings keine völlig abstrakte Berechnung der Schadenshöhe, auch nicht in Form eines Mindestschadens, vornehmen. Eine Schätzung des Schadens wäre willkürlich, wenn als Faktor für den Eintritt eines finanziellen Verlustes neben der unlauteren Abwerbung auch andere Umstände, wie z. B. die Insolvenz der Muttergesellschaft oder die Entwicklung der Konjunktur und Löhne in Frage kommen. (Quelle: Urteil des Bundesarbeitsgerichts)