Schulze Wenning. Steuerberater.
Weseler Straße 111-113 · 48151 Münster
Telefon: 0251 97 22 70
email@schulze-wenning.de
Schulze Wenning. Steuerberater.
Zurück

Tatrichterliche Schätzung des Schadens bei unlauterer Abwerbung von Mitarbeitern

Die Tatsachengerichte entscheiden unter Würdigung aller Umstände nach freier Überzeugung, ob und in welcher Höhe ein Schaden entstanden ist. Eine Schätzung darf nur unterbleiben, wenn sie mangels konkreter Anhaltspunkte vollkommen willkürlich wäre. Unzulässig ist eine völlig abstrakte Berechnung auch in Form eines Mindestschadens. Das Revisionsgericht kann die Schätzung nur beschränkt dahingehend nachprüfen, ob die Rechtsgrundsätze der Schadensbemessung verkannt, wesentliche Bemessungsfaktoren außer Acht gelassen oder unrichtige Maßstäbe zugrundegelegt wurden. Bei Schätzung eines Schadens, der durch unlautere Abwerbung von Mitarbeitern entstanden sein soll, darf das Tatsachengericht alle möglichen maßgeblichen Faktoren in seine Bewertung einbeziehen und eine Schätzung mit der Begründung ablehnen, ein hinreichender Zusammenhang zwischen den Abwerbungen und eingetretenen operativen Verlusten sei nicht erkennbar. (Quelle: Urteil des Bundesarbeitsgerichts)