Schulze Wenning. Steuerberater.
Weseler Straße 111-113 · 48151 Münster
Telefon: 0251 97 22 70
email@schulze-wenning.de
Schulze Wenning. Steuerberater.
Zurück

Antrag auf Reinvestitionsrücklage noch in der mündlichen Verhandlung beim Finanzgericht möglich

Ein Grundstückseigentümer hatte ein Grundstück an eine von ihm beherrschte GmbH vermietet. Die Einkünfte hieraus erklärte er als Vermietungseinkünfte. Nachdem er das Grundstück veräußert hatte, versteuerte das Finanzamt einen Veräußerungsgewinn, weil eine Betriebsaufspaltung vorgelegen habe und das Grundstück Betriebsvermögen gewesen war. Das Finanzamt lehnte einen Einspruch gegen den Steuerbescheid ab. Hiergegen erhob der Grundstückseigentümer Klage mit dem Antrag, den Veräußerungsgewinn unbesteuert zu lassen. In der mündlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht beantragte er hilfsweise für den Veräußerungsgewinn eine Reinvestitionsrücklage. Dieser Antrag war nach Auffassung des Bundesfinanzhofs noch rechtzeitig gestellt worden. Allerdings müssen gleichzeitig auch die gesetzlichen Voraussetzungen für die Reinvestitionsrücklage, wie beispielsweise der Buchnachweis, erfüllt sein.