Schulze Wenning. Steuerberater.
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Keine Einschränkung des Teilzeitanspruchs auf ein Mindestmaß der Reduzierung der Arbeit

Nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz haben Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Verringerung ihrer regelmäßigen Arbeitszeit und auf die von ihnen gewünschte Verteilung der reduzierten Arbeitszeit. Das Gesetz schreibt den Umfang der Vertragsänderung nicht vor. Insbesondere ist kein Mindestmaß der Verringerung der Arbeitszeit vorgesehen. Ein Arbeitnehmer, der nur eine verhältnismäßig geringfügige Verringerung seiner Arbeitszeit und eine bestimmte Verteilung der reduzierten Arbeitszeit verlangt, handelt nicht per se rechtsmissbräuchlich. Eine unwesentliche Verringerung der Arbeitszeit und der Arbeitsvergütung, um eine blockweise Freistellung durchzusetzen, ist allerdings rechtsmissbräuchlich. So war es im vom Bundesarbeitsgericht entschiedenen Fall, in dem ein Pilot verlangte, seine regelmäßige Arbeitszeit um 3,29 % zu vermindern und die reduzierte Arbeitszeit so zu verteilen, dass er jeweils vom 22. Dezember eines Jahres bis zum 2. Januar des Folgejahres nicht zu arbeiten hat.