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Keine Altersdiskriminierung bei Nicht-Fortsetzung der Zusammenarbeit einer Rundfunkanstalt mit einem 66jährigen Wirtschaftsjournalisten

Ein 66 Jahre alter Wirtschaftsjournalist hatte seit über 30 Jahren als freier Mitarbeiter für eine ARD‑Rundfunkanstalt gearbeitet. Ende 2012 teilte der Sender ihm mit, dass die bisherige Zusammenarbeit wegen des Erreichens des gesetzlichen Rentenalters nicht fortgesetzt werde. Daraufhin verklagte der Journalist die Rundfunkanstalt auf Zahlung einer Entschädigung i. H. v. mindestens 25.000,00 € wegen Altersdiskriminierung. Seine Klage hatte vor dem Arbeitsgericht Bonn keinen Erfolg. Das Gericht verwies darauf, dass arbeits- und tarifvertragliche Altersgrenzen, die an gesetzliche Altersgrenzen anknüpfen, zulässig seien, weil die Arbeitnehmer dann regelmäßig durch gesetzliche Rentenansprüche wirtschaftlich abgesichert sind. Hiervon könne auch bei freien Mitarbeitern ausgegangen werden, wenn sie regelmäßig beschäftigt worden seien. Eine Altersdiskriminierung liege demnach nicht vor. Der Anspruch auf Entschädigung wurde abgewiesen.