Schulze Wenning. Steuerberater.
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Abfindungszahlung an weichenden Erbprätendenten ist Nachlassverbindlichkeit

Der Erbe kann eine Abfindungszahlung an den weichenden Erbprätendenten als Nachlassverbindlichkeit abziehen. Im vom Bundesfinanzhof entschiedenen Fall hatte die Erblasserin im notariellen Testament die E als Alleinerbin eingesetzt. Später unterzeichnete die Erblasserin eine handschriftliche Urkunde, in der ihr Finanzberater F als Alleinerbe ausgewiesen ist. Vor dem Nachlassgericht stritten E und F um die Erbenstellung und schlossen einen Vergleich. E zahlte 160.000 EURO an F. Dafür nahm er seinen Antrag auf Erteilung eines Erbscheins zurück und verpflichtete sich, alles Erforderliche zu tun, damit E die Erbenstellung erlangen konnte. Das Gericht stufte die Abfindungszahlung - anders als das Finanzamt - als Erwerbskosten ein, die als Nachlassverbindlichkeit die Bemessungsgrundlage der Erbschaftsteuer mindern.