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Berücksichtigung erwerbsbedingter Kinderbetreuungskosten als Sonderbetriebsausgaben

Die den Höchstbetrag von 4.000 ? übersteigenden Kinderbetreuungskosten können auch bei Vorliegen einer doppelten Haushaltsführung nicht zusätzlich als Betriebsausgaben abgezogen werden.

Die an einer Sozietät beteiligte S hatte aus beruflichen Gründen eine doppelte Haushaltsführung begründet. Für das in diesen Haushalt aufgenommene Kind entstanden ihr Kosten für die Kinderbetreuung, die den Höchstbetrag von 4.000 ? überschritten. In der gesonderten und einheitlichen Gewinnfeststellung der Gesellschaft machte S neben dem Betrag von 4.000 ? die zusätzlichen Kinderbetreuungskosten als Sonderbetriebsausgaben im Rahmen der doppelten Haushaltsführung geltend. Dies lehnte das Finanzamt ab.

Das Finanzgericht Hamburg bestätigte die ablehnende Haltung und wies darauf hin, dass nach dem Willen des Gesetzgebers die entsprechenden Aufwendungen nur bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 ? Berücksichtigung finden können. Die Tatsache, dass die Kosten für die Kinderbetreuung im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung anfallen, ändere hieran nichts.

Hinweis: Seit 2012 stellen zwei Drittel der Kinderbetreuungskosten Sonderausgaben dar, wobei auch hier ein Höchstbetrag von 4.000 ? gilt.